gamescom 2019: Versus Evil - Into the Dead 2, Pillars of Eternity II Deadfire, Yaga, Cardpocalypse

Recht Rollenspiellastig ging es bei Versus Evil zu. Hier durfte ich mir 4 Spiele anschauen, die allesamt im RPG-Genre angesiedelt waren. Welche Titel dies waren, und mein Eindruck davon lest ihr hier.

Into the Dead 2

Bei dem am 25.10.2019 für die Switch erscheinenden Into the Dead 2 handelt es sich um ein Action-RPG mit Railshooter-Leveln. Ihr wollt eigentlich nur von einer Erkundungstour zurück zu eurer Familie, und auf dem Weg zurück baut ihr einen Unfall, als plötzlich ein Zombie auf der Straße auftaucht. Ab da setzt dann das Spiel ein, und ihr müsst zurück zu eurer Familie.

Dabei rennt ihr automatisch durch die Level, begleitet von einem Hund, und müsst herannahenden Zombies entweder ausweichen, oder sie mit der Waffe niederstrecken. Das Ziel, dass es zu erreichen gilt, ist von Level zu Level weiter entfernt, und auch die Zombiehorden werden nicht weniger.

Beim Eliminieren der Zombies hilft euch euer treuer Begleiter, der die Zombies automatisch angreift. Das ist auch dringend nötig, da die Munition sehr schnell verdammt Knapp wird. Um wieder an neue Munition zu kommen, müsst ihr im Level verteilte Munitionslager überlaufen. Diese sind aber nicht gerade üppig gesäht, weswegen es eher Ratsam ist, den Zombies mit Links und Rechts auszuweichen und die Waffe dann zu nutzen, wenn es notwendig wird.

Ich höre euch schon sagen, dass es sich dabei doch nur um einen Rail-Shooter handelt. Und genau da irrt ihr. Ja, in den insgesamt 60 Leveln verteilt auf 7 Kapitel rennt ihr automatisch durch die Level. Allerdings bekommt ihr im Level Erfahrungspunkte, die ihr dann in Fähigkeiten wie zum Beispiel schnelleres Nachladen und ähnliches, investieren könnt. Auch könnt ihr aus 25 Waffen in 8 verschiedenen Waffenklassen wählen, mit verschiedenen Munitionsarten. Und selbstverständlich könnt ihr auch euren Begleiter aufwerten oder einen anderen Begleiter mit auf die Missionen nehmen.

Um dem Ganzen aber noch etwas Herausforderung hinzuzufügen, gibt es im Level zusätzliche Aufgaben, für die man Extrapunkte bekommt. Hier muss man dann zum Beispiel eine bestimmte Anzahl Zombies mit einer bestimmten Waffe besiegen und ähnliches. Diese Aufgaben werden gerade am Anfang etwas schwierig zu bewältigen sein, vor allem, wenn man diese Waffe noch gar nicht hat. Da man die Level aber immer wieder spielen kann, kann man so auch die gestellten Aufgaben nach und nach lösen.

Zusätzlich zu den Aufgaben gibt es noch insgesamt 36 zusätzliche Level, die die Story weitererzählen, und in denen weitere Waffen und Begleiter zu finden sind. Je nachdem, wie ihr Abschneidet, kommt es zu einem von 3 verschiedenen Enden, was den Reiz zum Wiederspielen ausmacht.

Grafisch ist das Spiel recht dunkel und einfach gehalten. Dies stört aber beim spielen in keiner Weise. Es erzeugt eine passende Atmosphäre, und das Gameplay ist so eingängig, dass man kaum aufhören kann. Mit „nur noch dieses eine Level“ oder „das mache ich jetzt noch schnell“ geht ruck zuck die Zeit rum. Das macht ein gutes Spiel aus. Schade, dass es nur für die Switch erhältlich sein wird, aber andererseits bietet sich die Konsole auch an, da man hier auch unterwegs weiterzocken kann.

Yaga

Bei diesem 2D Sidescrolling Action RPG macht ihr euch als einarmiger Schmied Ivan auf die Suche nach der Liebe eures Lebens. Die Welt und die darin auftauchenden Gegner entstammen dabei der Slavischen Geschichte, und sind schön gezeichnet und animiert.

Die ganze Sache wäre deutlich einfacher, wenn Ivan etwas mehr Glück hätte. Ivan ist allerdings ein Pechvogel, und verliebt sich in die Tochter des Tzars. Damit der Tzar aber seine Zustimmung gibt, muss Ivan eine Reihe von Aufgaben erfüllen, die allesamt eigentlich unmöglich zu lösen sind.

Aber Ivan wäre nicht Ivan, wenn er sich nicht trotzdem aufmacht, um die Aufgaben anzugehen. Hilfe dabei bekommt er von der Hexe Baba Yaga. Einerseits gibt sie Ivan Tipps, wo er zur Lösung seiner Aufgabe hin muss, Andererseits bietet sie auch magische Gegenstände an, die Ivan auf seiner Reise helfen können. Diese Hilfe hat aber ihren Preis. Wenn Ivan diese Gegenstände benutzt, steigt sein Unglücksmeter. Wenn dieses voll ist, passieren unglückliche Dinge für Ivan. So gehen zum Beispiel eine seiner Waffen kaputt, und Ivan muss sehen, wie er in dem aktuellen Level weiterkommt.

Weil Ivan aber ein Schmied ist, hat er die Möglichkeit sich selbst Waffen zu bauen. Dabei kann er das Material wählen und mehrere Elemente in die Waffe einbinden, die unterschiedliche Effekte haben. So kann man seine eigene, individuelle Waffe craften, um damit die Level und Aufgaben zu bestreiten. Dabei lassen sich sehr interessante Kombinationen erstellen, wie beispielsweise teleportierende Blitzhämmer und ähnliches. Bei der Gelegenheit ist es Ratsam, sich einen kleinen Vorrat an Waffen zu schaffen, um bei eintretendem Unglücksfall nicht unbewaffnet da zu stehen.

Um die Aufgabe zu lösen, gibt es mehrere Wege. Man kann zum Beispiel sein Verhandlungsgeschick nutzen, um die Aufgabe friedlich zu lösen, oder man kann den Brutalen Haudrauf-Weg gehen, und alles niedermetzeln, was sich eine in den Weg stellt. Die Spielart jedoch wirkt sich auf die Fertigkeiten aus, die man aufleveln kann. Wenn man Brutal vorgeht, kann man zum Beispiel keine Fertigkeiten steigern, die einem bei z. B. Verhandlungen helfen.

Je nachdem wie man das Spiel spielt, kommen unterschiedliche Enden heraus, wodurch sich der Wiederspielwert deutlich erhöht. Man kann mehrere verschiedene Wege versuchen, noch mehr Kombinationen an Material und Talismane, Zauber und so weiter nutzen, um den Spielverlauf zu ändern. So kommt man durch unterschiedliche Spielweise zu unterschiedlichen Spielerlerbnissen. Aber auch die Level, in denen man sich bewegt, sind zufällig generiert. So wird jeder Spieldurchlauf zu einem neuen Spielerlebnis, was sich nicht nur in der Spielweise unterscheidet.

Yaga soll im Herbst diesen Jahres für PC, Xbox One, PS4, Switch und Apple Arcade erscheinen. Mir hat das Spiel sehr viel Spaß beim anspielen bereitet, und ich freue mich schon darauf.

Pillars of Eternity II Deadfire

Nachdem die PC-Version von Pillars of Eternity II Deadfire im Mai letzten Jahres erschienen ist, wird das Rollenspiel nun auch für die Xbox One, PS4 und Switch herausgebracht. So wird die grafisch sehr schön gestaltete Open World-Erfahrung mit sehr vielen Charakteren und einer großen Story auch den Konsolenspielern eröffnet.

Das Spiel startet in der Geisterwelt, als eine Art Tutorial, um wieder in die Welt der Lebenden zurückzukommen und den bösen Machenschaften des Schurkengottes Einhalt zu gebieten. Dabei kann man seinen eigenen Charakter nach eigenem Gutdünken zusammenstellen, was quasi einem eigenen Spiel gleicht. Manch ein Spieler hat gerade an diesem Part unheimlich viel Spaß, und kann sich auch bei Pillars of Eternity II Deadfire Ultimate Edition vollkommen ausleben.

Selbst bei der Spielweise kann man sich hier entscheiden. So kann man die Kämpfe entweder in Echtzeit bestreiten, oder - wie in klassischen JRPGs - Rundenweise. Das ermöglicht es dem Spieler das Spiel so zu spielen, wie er es gerne möchte. Damit wird geschickt jeder Spieler bedient, der gerne Rollenspiele spielt, aber eine bestimmte Variante beim Kampf bevorzugt.

Wie man in der Story vorankommt, und welche Klassen bei seinen Charakteren wie weit ausgebaut werden liegt vollkommen beim Spieler. Es kann zum Beispiel wenige Klassen sehr weit ausgebaut werden, oder als Allrounder ein bisschen in allen Klassen ein paar Punkte verteilen. Dabei ist die letzte Variante zwar nicht sehr stark, aber durchaus spielbar. So kann man das Spiel in mehr als einer Variante durchspielen, und zum Beispiel andere Entscheidungen treffen, die die Zusammensetzung der Party ändern.

Wenn man in Pillars of Eternity II Deadfire Ultimate Edition stur dem Haupthandlungsstrang folgt, ist man etwa 60 Stunden beschäftigt. Aber mal ganz ehrlich, wer folgt in einem so großen Rollenspiel nur dem Haupthandlungsstrang? So sind sehr viele Stunden unterhalten gewiss, die endlich auch die Konsolenspieler erfahren dürfen.

Cardpocalypse

Wie schon in der Einleitung geschrieben, handelt es sich bei Cardpocalypse ebenfalls um ein Rollenspiel. Die beiden Spiele könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Anders als bei einem klassischen Rollenspiel geht man hier nicht direkt in die Kämpfe, sondern spielt den Kampf mit Karten aus. Richtig, in dem Spiel geht es um ein Sammelkartenspiel, mit dem sämtliche Konflikte gelöst und Kämpfe gefochten werden.

Grafisch ist es sehr schön in 2D gezeichnet. Man spielt Jess, einen Jungen im Rollstuhl, der auf eine neue Schule geht. In seiner Freizeit schaut er gerne die Serie Mega Mutant Power Pets. Zu dieser Serie gibt ein Sammelkartenspiel, dass sich in der neuen Schule sehr großer Beliebtheit erfreut.

Zu seinem ersten Schultag bekommt man von seiner Mutter in die Frühstückstüte ein Starterset eben jenes Sammelkartenspieles gepackt, welches man im Schulbus auspackt. Sofort ist ein Gesprächsthema da, über das man Anschluss in der Schule und Freunde findet. Man wird an das Sammelkartenspiel herangeführt und kann seine Decks entsprechend anpassen oder im Laufe des Spiels unterschiedliche Decks erstellen.

Um sein Deck zu erweitern muss man Spiele bestreiten oder Aufgaben lösen, wo man dann Karten gewinnen oder tauschen kann. Dadurch, dass man nicht alle Karten in einem Spieldurchlauf besitzen kann, lädt das Spiel dazu ein, mehrmals durchzuspielen. Geplant ist, dass man ein Spielübergreifendes „Sammelalbum“ hat, welches aufzeigt, welche Karten man schon alles besessen hatte. So wird die Sammelleidenschaft geweckt, und ein mehrmaliges Spielen gefördert. Wichtig ist, dass dieses „Sammelalbum“ lediglich zeigt, welche Karten man bereits hatte. Es kann nicht zum Deckbuilding im Spiel genutzt werden.

Die Welt im Spiel nimmt jedoch eine drastische Wende, als auf wundersame Weise die Welt der Mega Mutant Power Pets mit der Spielwelt verschmilzt. Plötzlich tauchen die Monster aus der Serie in der Spielwelt auf. Der Spieler ist nun gezwungen diese Monster zu besiegen um die Ordnung wieder herzustellen. Dabei müssen teilweise Rätsel gelöst werden, um den Zugang zu und damit den Kampf gegen die Monster zu bewerkstelligen.

Im Laufe des Spiels knüpft man Kontakte zu immer mehr NPCs, die Upgrades der Karten anbieten. So kann man Sticker bekommen die den Angriff, die Abwehr, die Kosten, den Namen und sogar die Fraktion der Karte ändern. So kann man zum Beispiel recht starke Karten noch stärker und vor allem billiger machen, Lieblingskarten noch mehr zu Individualisieren und vor allem Karten aus einer ganz anderen Fraktion in sein Deck einbinden. So kann zum Beispiel eine Hundekarte in die Katzenfraktion eingebunden werden, um so ein noch stärkeres Deck zu bekommen und die Kämpfe für sich entscheiden.

Jede Karte hat eine Aktion und eine Bedingung. Auch hier sind die Schüler recht kreativ. Man kann zum Beispiel zerrissene Karten oder Kartenschnipsel finden. So kann es zum Beispiel sein, dass man keine Bedingung auf der Karte findet, und so die Aktion immer ausgeführt werden kann. Oder man kann die Aktion oder die Bedingung ändern, um so eine ganz neue Karte zu bekommen. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt.

Die Kämpfe werden abwechselnd gefochten. Wie in den klassischen Sammelkartenspielen bekommt man jede Runde mehr Punkte, mit denen Karten beschworen werden können. Allerdings gibt es hier auch einen Unterschied. Jede Runde zieht man neue Karten. So ist man zum Beispiel nicht aufgeschmissen, wenn man nur teure Karten auf der Hand hat, die man nicht ausspielen kann. So kommt Dynamik ins Spiel und Frust bleibt aus.

Cardpocalypse spielt in den 90ern, und geift diesen Zeitgeist auch gut auf. Es macht einen sehr guten Eindruck und macht Lust auf mehr. Ich freue mich schon, wenn es im Herbst diesen Jahres für PC, PS4, Xbox One, Switch und Apple Arcade erscheinen wird.

6. September 2019, von Andreas 'ResQ' Nix

Versus Evil

Publisher

Websitevsevil.net

Into the Dead 2

Nintendo Switch

GenreAction RPG
PublisherVersus Evil
Release25.10.2019

Yaga

Sony PlayStation®4 Spiel

GenreAction-RPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Yaga

Microsoft Xbox One Spiel

GenreAction-RPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Yaga

Nintendo Switch

GenreAction-RPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Pillars of Eternity II: Deadfire

PC Spiel

GenreRPG
PublisherTHQ Nordic
EntwicklerVersus Evil Obsidian Entertainment
Release14.12.2018

Pillars of Eternity II: Deadfire

Sony PlayStation®4 Spiel

GenreRPG
PublisherVersus Evil

Pillars of Eternity II: Deadfire

Nintendo Switch

GenreRPG
PublisherVersus Evil

Cardpocalypse

PC Spiel

GenreRPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Cardpocalypse

Sony PlayStation®4 Spiel

GenreRPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Cardpocalypse

Microsoft Xbox One Spiel

GenreRPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Cardpocalypse

Nintendo Switch

GenreRPG
PublisherVersus Evil
Release2019

gamescom 2019

Event

Websitegamescom.de
OrtKöln
Beginn20.08.2019
Laufzeit5 Tage

Yaga

PC Spiel

GenreAction-RPG
PublisherVersus Evil
Release2019

Pillars of Eternity II: Deadfire

Microsoft Xbox One Spiel

GenreRPG
PublisherVersus Evil

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