Review (Nintendo 3DS): Tokyo Crash Mobs

Weder der Name noch das Icon oder das schrille Intro verraten, um was für ein Spiel es sich bei Tokyo Crash Mobs handelt. Erst nach dem Starten merkt man, dass es sich hier um eine Version des bekannten und beliebten Zuma handelt. Was die 3DS-Version ausmacht und ob sie an das Original herankommt, schauen wir uns mal genauer an.

Grafik

Der Grafikstil erinnert sehr an die frühen Mortal Kombat Teile. Das heißt nicht, dass in Tokyo Crash Mobs permanent Blut spritzt (keine Sorge: es spritzt überhaupt keins), sondern dass die Charaktere digitalisierte Sprites von den Schauspielern, die die Figuren verkörpern, sind. Dementsprechend abgehackt sind leider auch deren Animationen, die anscheinend aus ca. drei verschiedenen Sprites bestehen. Die Hintergründe der Schauplätze sind auch nicht mit den schönsten und detailliertesten Texturen versehen, doch achtet man nicht wirklich darauf bei dem hektischen Puzzler. Die Zwischensequenzen, die im Storymodus vor und nach jedem Level eingespielt werden, sind sehr schrill und kurios, passen aber zum Stil des Spiels. Der 3D-Effekt des Spiels, der übrigens nur an oder aus sein kann, irritierte mich mehr als das er mir geholfen hat.

Sound

An dieser Front gibt es nicht sonderlich viel zu berichten. Bis auf ein paar Aufschreie der „Heldinnen“ von Tokyo Crash Mobs und deren Gegner gibt es nicht sonderlich viele Soundeffekte, was aber so durchaus in Ordnung ist. Selbst die Zwischensequenzen glänzen durch Abwesenheit von Sprachausgabe und sehr „expressionistischem“ Schauspiel. Die Musik selbst hält sich zu Beginn der Levels angenehm zurück, bis sie zum Ende hin sehr hektisch wird. Insgesamt nichts Überragendes, aber durchaus passend.

Gameplay

Das prinzipielle Spielprinzip von Zuma sollte eigentlich ja bekannt sein. Trotzdem noch einmal eine kurze Auffrischung: Die eigene Spielfigur steht in der Mitte des Screens, umgeben von einer Schlange von mehrfarbigen Steinen, Juwelen, oder, in diesem Fall, Menschen in farbigen Anzügen. Mit seiner Figur schießt/wirft man nun weitere Juwelen/Menschen, um zu versuchen, drei der gleichen Farbe hintereinanderzustellen. Hat man dies geschafft, werden diese aus dem Spiel genommen. So geht das Ganze, bis am Ende alle Juwelen/Menschen vom Spielfeld geräumt sind.
In Tokyo Crash Mobs gibt es drei unterschiedliche Versionen dieses bekannten Spielchens:

  • Gegen eine laufende Schlange von Menschen, welche sich langsam aber zielsicher einem Schalter nähern.

  • Gegen eine stationäre Menschenschlange, die man mindestens bis zu einem gewissen Punkt aufdröseln muss.

  • Gegen einen Halbkreis von Ninjas (ja, Ninjas…), die es auf die eigene Figur abgesehen haben.

Die Steuerung der Spiele ist leider nicht vollends geglückt. Das Dirigieren der eigenen Figur per Stylus auf dem unteren Screen ist etwas ungenau, sodass man öfter mal eine Person an die falsche Stelle wirft, was in späteren Levels bereits das Ende bedeuten kann. Die Ninja-Variante spielt sich anders, bei dieser wird nämlich Gebrauch von den Umgebungssensoren des 3DS gemacht. Man muss sich um die eigene Achse drehen, damit die Spielfiguren das auch machen. Eine witzige Idee, die auch gut und überraschend genau funktioniert.

Es gibt 2 verschiedene Spielmodi: den Story-Modus und den Challenge-Modus. Der Challenge Modus besteht aus Endlosvarianten der Spiele gegen die laufende und die stationäre Schlange. Im Story-Modus, der nach Wochentagen unterteilt ist, spielt man alle drei Varianten. Von Montag bis Samstag sind das abwechselnd die ersten beiden, während man sonntags den "Bosskampf" gegen die Ninja-Truppe bestehen muss. Dabei werden die Levels relativ schnell schwer, doch man ist ihnen nicht hilflos ausgeliefert: Nach und nach werden Items wie ein UFO, Regenschirme oder ein Wollknäuel eingeführt, welche dem Spieler das Bestehen der Levels erleichtern (sollen…). Dabei ist natürlich immer das richtige Timing gefragt. Doch selbst wenn man an einem Level öfters scheitert, kommt man doch immer wieder zurück mit der Einstellung „jetzt schaffe ich es“. Es kann also durchaus Frust aufkommen, doch siegt die Motivation doch meistens.

Fazit

Für Fans von Zuma, die unbedingt eine Variante des Spiels auf ihrem Nintendo 3DS haben wollen, ist Tokyo Crash Mobs das Richtige. Für 5,99€ bekommt man hier eine durchaus gelungene Version des motivierenden und süchtig-machenden Spiels, welche durch seine verrückte Aufmachung zwischen seinen Konkurrenten heraussticht. Für alle anderen ist es auch eine Überlegung wert, ob man sich das Spiel zulegt, außer natürlich man mag solche Spiele überhaupt nicht.

12. März 2013, von Steffen 'S. Fölsch' Fölsch

Nintendo

Hersteller

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Tokyo Crash Mobs

GenreGeschicklichkeit
PublisherNintendo
EntwicklerMitchell
Release17.01.2013

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