Schwache Passwörter gefährden weiterhin private Online-Konten

Viele Nutzer verwenden Varianten desselben Passworts mehrfach. Länge, Zufälligkeit und Einzigartigkeit bleiben deshalb zentrale Schutzfaktoren.

Passwörter schützen heute fast alles: Bankkonten, medizinische Daten, Social-Media-Profile, E-Mail-Postfächer und Online-Shopping-Accounts. Dennoch verlassen sich viele Nutzer weiterhin auf schwache oder mehrfach verwendete Zugangsdaten.

Laut Panda Security verwenden 34 % der Nutzer weiterhin Varianten desselben Passworts für verschiedene Konten, wodurch ein einziges kompromittiertes Passwort gleich mehrere Accounts gefährden kann

Ein sicheres Passwort muss nicht nur aus möglichst vielen Sonderzeichen bestehen. Entscheidend ist, dass es lang, zufällig und für jedes Konto einzigartig ist. Panda Security empfiehlt, einfache Passwörter wie „password“, „abc123“, „0000“, „aaaa“ oder „123456789“ zu vermeiden, da solche Kombinationen von Angreifern leicht erraten oder geknackt werden können.

Besonders riskant sind Passwörter, die auf persönlichen Informationen beruhen, etwa Namen, Geburtstage, bekannte Wörter oder vorhersehbare Muster. Sicherer sind längere, zufälligere Kombinationen oder Passphrasen, die mehrere Wörter, Zahlen und Symbole miteinander verbinden. Wer solche Passwörter nicht selbst erstellen oder merken möchte, kann einen Passwortmanager nutzen, der starke Zugangsdaten generiert und sicher speichert.

Auch die Wiederverwendung alter Passwörter bleibt ein Problem. Selbst wenn ein Passwort seit Jahren nicht mehr genutzt wurde, sollte es nicht erneut verwendet werden, insbesondere wenn es bereits in einem Datenleck aufgetaucht ist oder ein Konto in der Vergangenheit kompromittiert wurde. Cyberkriminelle testen gestohlene Passwörter und Varianten davon häufig bei anderen Diensten.

„Passwörter sind nach wie vor eine der ersten Schutzbarrieren zwischen Cyberkriminellen und persönlichen Daten. Diese Barriere wird jedoch schwach, wenn Nutzer Passwörter wiederverwenden, vereinfachen oder recyceln. Eine sichere Passwortstrategie sollte auf drei Prinzipien beruhen: Jedes Passwort muss lang, einzigartig und schwer zu erraten sein. In Kombination mit einem Passwortmanager und Multi-Faktor-Authentifizierung lässt sich das Risiko für private Konten deutlich reduzieren.“
- Hervé Lambert, Global Consumer Operations Manager, Panda Security

Für Nutzer bedeutet das: einfache Passwörter vermeiden, keine alten Zugangsdaten wiederverwenden, starke Passphrasen nutzen und für jedes Konto ein eigenes Passwort erstellen. Ein einzelnes schwaches Passwort kann mehrere Accounts gefährden, während ein konsequent gepflegtes Passwortsystem den Zugriff für Angreifer deutlich erschwert.

1. August 2026, von Markus 'Markus S.' Schaffarz