Deutscher Computerspielpreis 2026: Beste Games des Jahres in München ausgezeichnet

Der Deutsche Computerspielpreis 2026 setzte heute ein glanzvolles Zeichen für die Strahlkraft von Spielen „Made in Germany”. In der beeindruckenden Kulisse des Herkulessaals der Münchener Residenz feierte die Games-Branche an diesem Mittwochabend die kreativsten und innovativsten deutschen Spiele des Jahres. In 15 Kategorien wurden Gewinnerinnen und Gewinner ausgezeichnet und Gesamtpreisgelder in Höhe von insgesamt 800.000 Euro vergeben.

Gewinner in der begehrten Hauptkategorie „Bestes Deutsches Spiel“ ist The Darkest Files vom Berliner Entwicklungsstudio Paintbucket Games, bei dem die Spielenden in die Rolle einer Staatsanwältin schlüpfen und in der Nachkriegszeit NS-Verbrechen vor Gericht bringen. Das Spiel sicherte sich auch den Preis für „Bestes Serious Game“. The Berlin Apartment von Blue Backpack konnte ebenfalls in zwei Kategorien überzeugen und bekam die Auszeichnungen für die „Beste Story“ sowie das „Beste Grafikdesign“. Das Spiel macht die Geschichte der Hauptstadt und ihre Schicksalsjahre spür- und erlebbar. Die Auszeichnung als „Studio des Jahres“ ging an weltenbauer. Software Entwicklung aus Wiesbaden. Die historische Städtebau-Simulation Anno 117: Pax Romana von Ubisoft Mainz setzte sich in der Kategorie „Beste Innovation & Technologie“ durch, während das Cozy-Game Tiny Bookshop von neoludic games sich die Auszeichnung als „Nachwuchspreis Bestes Debu¨t” sicherte. Blue Prince, das strategische Rätsel-Abenteuer mit Roguelike-Elementen von Dogubomb und RAW FURY, räumte den Preis in der Kategorie „Bestes Internationales Spiel” ab. Mit dem „Sonderpreis der Jury“ wurde der Forschungsverbund RadiGaMe geehrt, der sich bei Themen wie Extremismusprävention in digitalen Räumen engagiert und die Instrumentalisierung von Gaming-Plattformen durch extremistische Propaganda untersucht. Der Gaming-Content-Creator Dennsen86 wurde als „Spieler des Jahres“ ausgezeichnet.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus der Games-Branche, Politik, Kultur und Gesellschaft waren in der bayerischen Landeshauptstadt dabei, um die Preisträgerinnen und Preisträger gebührend zu feiern. Durch den Abend führte das Moderations-Duo Katrin Bauerfeind und Uke Bosse, das mit viel Witz und Expertise für eine herausragende Stimmung sorgte. Den Preis in der Hauptkategorie „Bestes Deutsches Spiel” überreichte Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die in der Bundesregierung für Games zuständig ist. Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern, verkündete den Gewinner-Titel in der Kategorie „Beste Innovation und Technologie“. Weitere prominente Laudatorinnen und Laudatoren in diesem Jahr waren unter anderen der YouTuber und Streamer Tobias „Huebi“ Hübenthal, der Schauspieler Sönke Möhring, der Sänger und Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht, die Games-Entwicklerin Jennifer Pankratz, der Pianist und Komponist Louis Philippson, Games-Streamerin und Miss Germany 2026, Rosemondy, die zweifache Olympiasiegerin Kristina Vogel sowie die Cosplayer*innen Maul Cosplay und Keksbikini, die den Preis für das „Beste Grafikdesign“ im beeindruckenden Cosplay verliehen.

Dorothee Bär, Bundesforschungsministerin hob die Bedeutung des Preises für den Games-Standort Deutschland hervor: „Games aus Deutschland sind weit mehr als exzellente Unterhaltung. Sie sind Innovationsmotor, Kulturgut und Aushängeschild für den Standort Deutschland. Sie zeigen zudem auf beeindruckende Weise, wie gesellschaftlich relevante und historische Themen durch das Medium Spiel erlebbar gemacht werden können. Das werden wir auch zukünftig mit einer starken Förderung unterstützen.“

„Wir gratulieren herzlich allen Preisträgerinnen und Preisträgern des Deutschen Computerspielpreises 2026 und freuen uns über einen fantastischen Abend voller hochklassiger Spiele und packender Geschichten. Die Gewinner-Titel zeigen eindrucksvoll, wie großartig Games aus Deutschland sind. Davon wollen wir in den kommenden Jahren noch mehr sehen. Darum gilt es jetzt, diesen Schwung gemeinsam mit der Bundesregierung zu nutzen, um unsere Studios im globalen Wettbewerb weiter zu stärken und auch auf den internationalen Bühnen ins Rampenlicht zu rücken“, so Felix Falk, Geschäftsführer von game – Verband der deutschen Games-Branche.

Der Deutsche Computerspielpreis ehrt alljährlich die besten Computer- und Videospiele aus Deutschland und ihre Teams. Träger des Preises sind die Bundesregierung vertreten durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und game, der Verband der deutschen Games-Branche. Die diesjährige Preisverleihung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales gefördert. Im kommenden Jahr werden die Gäste bei der Verleihung des wichtigsten Preises der deutschen Games-Branche in der Hauptstadt Berlin begrüßt. Wie die Ausrichter bekannt gegeben haben, findet die Preisverleihung damit ab 2027 weiterhin abwechselnd in Berlin und München statt.

Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales: „Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger sowie Nominierten des Deutschen Computerspielpreises – die Pixelpioniere aus der deutschen Games-Familie haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel kreative Exzellenz in ihnen steckt. Der DCP 2026 in München war ein echtes Hochfest der nationalen Games-Szene und hat ein dickes Ausrufezeichen hinter das gewaltige Potenzial der Branche gesetzt. Umso mehr freut es mich riesig, dass der DCP bereits 2028 an die Isar zurückkehrt und zukünftig im festen Zwei-Jahres-Rhythmus nach Bayern vergeben wird! In Bayern werden wir Deutschlands Gamern mit Freude alle 24 Monate die Bühne bereiten, die sie verdienen.“

Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe ergänzt: „Berlin gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern sowie allen Nominierten des Deutschen Computerspielpreises 2026! Wir freuen uns sehr, den Deutschen Computerspielpreis in 2027 wieder in der Hauptstadt begrüßen zu dürfen und ab dann im Zwei-Jahres-Rhythmus im Wechsel mit München auszurichten. Diese langfristige Vereinbarung ist ein starkes Signal für den Games Standort Deutschland und unsere ‚GamesCapitalBerlin‘.“

Alle Gewinnerinnen und Gewinner 2026 im Überblick:

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro)

  • The Darkest Files (Paintbucket Games)

Die weiteren Nominierten erhalten jeweils 30.000 Euro:

  • Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)

  • Tiny Bookshop (neoludic games / Skystone Games)

Studio des Jahres (dotiert mit 50.000 Euro)

  • weltenbauer. Software Entwicklung (Wiesbaden)

Bestes Familienspiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Flick Shot Rogues (Butter By The Fish / Noodlecake Studios)

Nachwuchspreis Bestes Debu¨t (dotiert mit 60.000 Euro)

  • Tiny Bookshop (neoludic games / Skystone Games)

Die weiteren Nominierten erhalten jeweils 25.000 Euro:

  • Causal Loop (Mirebound / Headup)

  • Constance (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)

Nachwuchspreis Bester Prototyp (dotiert mit 50.000 Euro)

  • Garden Ink (Arne Jürgens, Sven Mehlhorn)

Die weiteren Nominierten erhalten jeweils 25.000 Euro:

  • Burn With Me (Eva Manuilovich, Ivan Bushmin, Nikita Melnikov)

  • Cards and Cannons (Anica Gritzki, Jennifer Seeber, Luca Schmidt, Lucas Thieme, Jan-Ivo Lattek, Julian Seidel / HTW Berlin / DE:HIVE)

  • Heart Drive (Jonas Pfeiffer / HAW Hamburg)

  • UnderPressure (Aaliyah Schäfer, Romy Scherwat, Lea Eschlberger, Tim Richter, Fabius Sachs, Felina Westrich, Malvina Arakelian, Rosalie Stallmann / Hochschule Darmstadt)

Beste Innovation und Technologie (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)

Bestes Audiodesign (dotiert mit 40.000 Euro)

  • EVERSPACE 2: Wrath of the Ancients (ROCKFISH Games)

Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Super Meat Boy 3D (Sluggerfly / Headup)

Bestes Grafikdesign (dotiert mit 40.000 Euro)

  • The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • MicroMacro: Downtown Detective (Soft Boiled Games)

Beste Story (dotiert mit 40.000 Euro)

  • The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)

Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro)

  • The Darkest Files (Paintbucket Games)

Spieler*in des Jahres (undotiert)

  • Dennsen86

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • Blue Prince (Dogubomb / RAW FURY)

Sonderpreis der Jury (dotiert mit 10.000 Euro)

  • Forschungsverbund RadiGaMe

30. April 2026, von Markus 'Markus S.' Schaffarz