: höllisch amüsiert habe ich mich nicht 666mal, sondern eher zum Ende hin und so richtig warm wurde ich mit dem Film am Anfang auch nicht. Der Hauptgrund: Die erste halbe Stunde des Filmes durchlitt ich teuflische Qualen, da Film einfach nur uuuuuunglaublich langweilig war (und das bei einer Gesamtlänge von gerade mal knapp 80 Minuten!). Hinzu kam, dass die spärlich gesäten Witzchen einfach nur erschreckend unlustig waren â?? z.B. wenn der Hauptdarsteller vor lauter Nachdenken beim Bügeln ein Loch ins Hemd brennt oder wenn zwei Frauen quasi stundenlang einfach nur lachen. Scheinbar wurde der Drehbuchautor danach ins Fegefeuer geschickt, denn anschlieÃ?end gewinnt der Film langsam an Fahrt. Hinzu kommt auch dass nun die eigentliche Geschichte interessanter, wendungsreicher und überhaupt erst lustig wird. So zeigt sich, dass die Macht der Satanisten eher ein Witz ist, sondern das liebe Geld unsere Wissenschaftler total verdirbt. Das Geld sorgt auch dafür, dass sie quasi ihre Seele verkaufen. Denn merke: Die Mischung aus Geld, Dummheit und Egoismus führt in die Abhängigkeit, nicht irgendwelches satanisches Brimborium!
Was noch positiv auffiel: Geoffrey Rush zeigt sich als diabolischer Politiker Usher in absoluter Bestform, der Soundtrack ist mit seiner Mischung aus schwarzem Soul (!) und klassischer Filmmusik recht gelungen undâ?¦ ja, an einigen Stellen ist der solide inszenierte Film doch ziemlich skurril und spaÃ?ig, es kommt teilweise sogar etwas Spannung auf. Gerade die Seitenhiebe auf typisch satanistische Klischees machen wirklich Laune. Wenn beispielsweise Obersatanist Usher bei einer teuflischen Beschwörung in komplett weiÃ?en Tennisklamotten erscheint (â??Die anderen Kleider sind leider alle in der Wäscheâ??) oder seine Frau darüber jammert, dass man die armen toten Hühner doch rituell bestanden muss, man ist ja schlieÃ?lich Satanistin. Und überhaupt, bei den Satanisten war früher eh alles besser, da kamen die Zeremonienmeister wenigstens noch halbwegs pünktlich zu den satanischen Riten Einige Witzchen über die Leistungen von Politikern und ihre Macht kann sich der Film auch nicht verkneifen â?? Usher muss als Finanzminister immer kleine Spieker mit sich herumtragen, um überhaupt etwas zum Thema Finanzen sagen zu können! Und das was er zum Thema sagt, ist absoluter Schwachsinn, aber rhetorisch gut verpackt.
Alles in allem muss man dem Film doch echte Originalität zugestehen. Schade, dass der Anfang so verkorkst ist. Beim Ansehen also nicht gleich ausschalten, sondern durchhalten â?? vielleicht wird ja auch deine Seele gerettet.
Fazit: Wer eine halbe Stunde höllische Langeweile durchsteht, wird dann mit einer originellen schrägen Komödie erlöst. Halleluja!

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