
...Billigfilmer Herschell Gordon Lewis einen kleinen blutig-trashigen Streifen, der Filmgeschichte machen sollte. Wegen seiner primitiven Machart gilt er als Urahn aller Splatterfilme und wurde dementsprechend 41 Jahre nach seiner Entstehung im März 2004 durch eine bundesweite Beschlagnahmung gewürdigt (deswegen dürfen wir hier auch nicht den Titel nennen). Aufgrund des großen Erfolges kam nur ein Jahr später der ebenfalls billig heruntergekurbelte "Two Thousand Maniacs!" auf die Leinwände, der trotz oder gerade wegen seiner schauerlich schlechten Umsetzung bis heute einen gewissen Kultstatus genießt.
Dies nahm der Regisseur Tim Sullivan ("Cold Feet") 2005 als Anlass eine Art Fortsetzung unter anderem mit Freddy-Krüger Darsteller Robert Englund zu drehen. "
2001 Maniacs" ist inzwischen bei
Sunfilm auf DVD erschienen und kommt in Verkaufsversion sogar mit einer nett anzusehenden Papphülle daher.
Der Film ist etwas gewöhnungsbedürftig, kann aber (beim richtig Sinn für Trash und sehr schwarzen Humor) extrem unterhaltsam sein. Gaukelt der Vorspann (aufwühlende Bilder des amerikanischen Bürgerkriegs) noch einen todernsten Horrorfilm vor, wird alsbald die Trashschiene gnadenlos mit Vollgas gefahren.

Was als erstes auffällt: Statt dem üblichen Haufen Teenie-Charaktere ist die Gruppe des potentiellen Grillguts wesentlich älter und entspricht nicht der Standardgruselnorm. Auffällig ist zum Beispiel ein schwules Gruppenmitglied, das zur Abwechslung mal nicht für schlechte Tuntenwitze herhalten muss. Weiterhin gibt es ein Element, dass im handelsüblichen Teenieschocker kaum vorkommt: Nackte Tatsachen en Masse, verbunden mit jeder Menge schlüpfrig-zweideutigen Jokes der untersten Kajüte. Auch der gute Robert Englund gibt so einigen Schwachsinn von sich und scheint sich generell in seiner Rolle als fieser Bürgermeister von Pleasant Valley ziemlich wohl zu fühlen.
Was neben haufenweise lustig-schlechten Sparwitzen deutlich hervortritt sind die extrem übersteigerten makaber-splattrigen Todesarten, die die Gruppe dezimieren (und dem Film demnächst wahrscheinlich eine Indizierung einbringen). Gelegentlich sind die Varianten des gewaltsamen Ablebens dann so derartig überzogen, dass man eher glaubt sich in einer Realverfilmung der "Happy Tree Friends" zu befinden als in einem Horrorfilm. Dennoch schafft es der Film vor allem im mittleren Teil so etwas wie eine fies-bedrohliche Atmosphäre aufzubauen - überhaupt ist der Mittelteil aufgrund seiner Rasanz das Sahnestückchen des Films. Das Ende hingegen wirkt ziemlich aufgesetzt, in die Länge gezogen und die Schlusspointe zündet auch nicht richtig. Hier man auf jeden Fall den Eindruck, dass den Machern zum Schluss die Ideen ausgegangen sind. Dennoch kann man im Großen und Ganzen von einem würdigen Nachfolger für das Original sprechen - "Two Thousand Maniacs!" wollte schließlich auch nie etwas anderes als ein unterhaltsames Schundfilmchen sein.
Fast schon unpassend für ein Trashmovie ist die gute Bild- und Tonqualität der DVD von
Sunfilm. Extras gibt dementsprechend en Masse, unter anderem auch einige Deleted Scenes.
Fazit: Generell ist "
2001 Maniacs" von einem trashig-splattrigen Humor geprägt, so dass eher allenfalls kurzer Ekelschockmomente als wirklichen Horror gibt. Wenn man sich dieser Tatsachen bewusst ist (man sollte ebenfalls keinerlei Probleme mit reichlich unkorrekten, fast schon rassistischen Witzchen über depperte Südstaatler haben) wird man wirklich Bestens unterhalten -Voraussetzung: Hirn ausschalten!
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