Review (PS4): L.A. Noire

Im Jahre 2011 erschien das Detective-Spiel L.A. Noire von den australischen Entwickler Team Bondi. Nun, sechs Jahre später das Game für die Konsolen PlayStation 4 Xbox One und Nintendo Switch.

L.A. Noire spielt in der kriminellen Unterwelt des Los Angeles der 40er Jahre und erzählt die Geschichte des dekorierten Kriegsveteranen und frischgebackenen Detectives Cole Phelps, der in einer Reihe von Fällen ermittelt, die immer weitere Kreise ziehen und von realen Verbrechen inspiriert wurden. Jeder erfolgreich gelöste Fall bringt Phelps in seiner Karriere voran, führt ihn aber auch immer näher an das dunkle kriminelle Herz des Los Angeles der Nachkriegszeit.

Im Stiel von MAFIA kann man als Detective Phelps die wahren Hintergründe von einer Reihe Brandstiftungen, finsteren Machenschaften und brutalen Morden im aufdecken. Zwar kann man nicht wie Sherlock Holmes der Detuktion nach gehen um sich der Unterwelt von Los Angeles und sogar Mitgliedern seiner eigenen Abteilung nachzugehen, doch bittet es viele Möglichkeiten die Geheimnis aufzudecken, das die Stadt in ihrem verdorbenen Kern erschüttern könnte.

Man verhört Zeugen, sucht nach Hinweisen und jagt Verdächtige auf der Suche nach der Wahrheit in einer Stadt, in der jeder etwas zu verbergen hat, denn die Korruption ist allgegenwärtig und der Drogenhandel explodiert.

L.A. Noire für PlayStation 4 und Xbox One umfasst ebenfalls das komplette ursprüngliche Spiel und alle zusätzlichen herunterladbaren Inhalte. Beide Versionen bieten eine Vielzahl technischer Verbesserungen für eine höhere visuelle Qualität und Authentizität, wie optimierte Beleuchtung und Wolken, neue cineastische Kameraeinstellungen, höher aufgelöste Texturen und mehr. So werden nun die Optionen Guter Cop, Böser Cop und Beschuldigen angezeigt, wenn man einen Verdächtigen in die Enge treibt. Dies soll die Wahl der Reaktionen für dem Spieler deutlich einfacher machen. Was aber nicht bedeutet, das man einen Fall auch Falsch lösen kann. Denn nach jedem Abschluss eines Falls wird die geleistet Ermittlungsarbeit vom Chief bewertet. So kann man dann auch mal einen Anpfiff des Vorgesetzen bekommen.

Ein großer Clou vom Entwicklerstudio war vor sechs Jahren die sehr ausgefeilte Mimik der Charakter, aus der man - die hoffentlich richtigen - Schlüsse ziehen kann. Mithilfe einer bahnbrechenden neuen Technologie, die jedes kleinste Detail der Mimik -wie Emotionen von den Schauspielern abbildet. In Kombination mit seinen sehr gut geschriebenen und synchronisierten Dialogen kann L.A. Noire in dieser Disziplin glänzen. Es bleibt bei der komplett englischer Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln. Eine deutschsprachige Syncronisation würde nicht zu den entsprechenden Mimiken passen.

Fazit

Verbrechen in Los Angeles in eleganter Filmkulisse des Jahres 1947 sind die Grundlagen für das Detective-Spiel L.A. Noire. Enstprechend ist die die Soundkulisse gewählt und trägt zur Stimmung bei. Ebenso die geschriebenen Dialoge, die auch einem alten Kirmifilm entstammen könnten. In dem Remake von 2011 kommt das Feeling wieder auf, auch wenn es nicht mit anderen neueren Spielen dieses Genre mithalten kann.

Das Spiel bietet fast fünfzehn Stunden Schnitzeljagd in der fiktiven Stadt. Jedoch wiederholt sich mit jedem gelösten Kriminalfall die entsprechenden Abläufe (aktiv Spuren suchen, Verdächtige verhören und Beweise untersuchen) - somit werden dem Spieler dann etwas die Motivation genommen - trotz der spannenden Story.

Mit einer nativen 1080p-Auflösung für PlayStation 4 und Xbox One sowie fulminantem 4K für PlayStation 4 Pro und Xbox One X bilden diese Versionen das raue Wesen und die düstere Seele der Stadt der Engel glaubwürdiger ab als jemals zuvor.

4. Februar 2018, von Markus 'Markus S.' Schaffarz

L.A. Noire

Sony PlayStation®4 Spiel

PublisherRockstar Games
Release (D)14.11.2017