Review (PS4): Injustice 2

Das klassische Prügelspiel aus dem Beat-ém-up-Genre sieht nicht nur sagenhaft gut aus, außerdem haben NetherRealm Studios in den letzten vier Jahren viele Detail des Vorgängers Injustice verbessert. Zum ersten Mal mit dabei: Das Gear Sysetem, welches dem Spiel bisher unerreichte Tiefe verleiht…

…in dem es Spielern gestattet, ihren Spielstil weiterzuentwickeln und sich neue Ziele zu setzen. Die Ausrüstung bietet Kämpfern aller Fertigktsstufen umfangreiche Möglichkeiten der persönlichen Anpassung der bisher 32 Lieblingscharaktere (Superhelden und Superschurken) aus dem DC-Universum ganz dem bevorzugten Kampstill.

Mit dabei sind: Aquaman, Atrocitus, Bane, Batman, Black Adam, Black Canary, Blue Beetle, Brainiac, Captain Cold, Catwoman, Cheetah, Cyborg, Darkseida, Deadshot, Doctor Fate, Firestorm, Flash, Gorilla Grodd, Green Arrow, Green Lantern, Harley Quinn, Joker, Poison Ivy, Red Hooda, Robin/Nightwing, Scarecrow, Starfirea, Sub-Zeroa, Supergirl, Superman, Swamp Thing und Wonder Woman.

Injustice 2 baut die gigantischen Showdowns des letzten Spiels noch weiter aus. Mit jedem Kampf rüsten Spieler neue Gegenstände aus, individualisieren und verbessern ihre liebsten Superhelden, was nicht nur deren Aussehen, sondern auch ihre Art zu kämpfen deutlich verändert.

Story-Modus
Injustice 2 greift die Geschehnisse des ersten Teils auf: Superman sitzt im Super-Knast, Batman stellt die Staatsordnung wieder her, während Wonder Woman und die restlichen Superman-Anhänger einen Coup mit der Hilfe einer neue Außerirdischen planen. Alte Bündnisse scheinen aufgebrochen und neue Allianzen geschlossen worden zu sein. Doch währenddessen zieht einer der größten DC-Schurken die Fäden im Hintergrund…

Die Geschichte verläuft relativ geradlinig, diese ist in 12 Kapitel aufgegliedert. Die verrückte Harley Quinn hat sich nun als Verbündete von Batman endlich von ihrem toten Ex-Freund dem Joker losgesagt und die Regime-Verbrecher wie The Flash und Green Lantern probieren, ihre vergangenen Fehler wieder gutzumachen.

Multiverse-Modus
Im breitgefächerten DC Comic-Universum gibt es viele Multiverse Welten. Diese stehen nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Hier können täglich wechselnden Challenges erledigt werden. In diesen Welten gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen und diese passen sich an den jeweiligen spielbaren Charakter an. Als Belohnung gibt es verschiedene Mother-Kisten, in denen entweder neue Outfits oder Gadgets für die verschiedenen Charakter sich befinden.

Mother-Kisten
Injustice 2 bietet, wie bei anderen Rollenspielen, ein neues Fortschritts- und Ausrüstungssystem.

Diese Ausrüstungsgegenstände aus den Mother-Kisten werden auf verschiedenen Wegen freigeschaltet, den Story-Modus spielen oder Herausforderungen aus den Multivers-Welten bestehen oder an Gildenkämpfen sich beteiligen. ALTERNATIV: können diese auch zusätzlich durch In-Game-Währung (oder ALTERNATIV durch Echtgeld) erwerben. Der Inhalt der verschiedenen Mother-Kisten wird durch einen Zufallsalgorithmus ausgewürfelt. Diese Loot-Kisten gibt es in den folgenden Kategorien: Bronze, Silber, Gold, Platinum und Diamant.

Ausrüstungssystem
Eine der großen Innovationen von Injustice 2 ist wohl das neue Ausrüstungssystem, mit dem man seine Spielfiguren verbessert oder spezialisiert kann. Es gibt sechs Typen von Gegenständen für Rubriken wie die Brust, Arme und die Beine. Die Ausrüstung ist auf unterschiedliche Qualitätsstufen (gewöhnlich, selten, episch) aufgeteilt und verändert nicht nur das Aussehen sondern auch die Attribute und hat damit eine Auswirkung auf die Kämpfe.

Mehrspieler-Modus
Der Multiplayer-Modus von Injustice 2 folgt der herkömmlichen Formel mit Turnieren, Freundschaftsduellen und Ranglistenkämpfen. Dabei sind Schnelle, nicht gewertete Matches, Ranking-Kämpfe möglich. Das funktioniert lokal gegen einen Couch-Spieler oder online realtiv einfach und gut.

[Mikrotransaktionen]
Warner Bros. Interactive Entertainment möchte für das Hauptspiel ca. 60 Euro haben. Neue Kämpfer können zum Beispiel im Play-Store-Shop noch weiteren spielbaren Charakter für 5,99 Euro erwerben. Um schneller im Spiel voranzukommen kann man durch Kauf von Euro gegen In-Game-Währung Source Crystals mehr Mother-Kisten beschaffen. In einer Stellungnahme heißt es, dass Source Crystals nicht für den Kauf von Ausrüstungsgegenständen oder anderen Vorteilen, die Auswirkungen auf das Gameplay hätten, genutzt werden können.

Wir schätzen unsere Community und wollen klarstellen: es gibt kein 'pay to win' in Injustice 2
, so die Macher. Ausdrücklich lassen sich aber keine Gegenstände erwerben, die Stats der Charaktere und damit den Spielablauf beeinflussen. Solche Gegenstände sind online wie offline reinweg deaktiviert.

Kritik
Die Liebe zum Detail von den DC-Figuren hat NetherRealm Studios sehr gut aufgegriffen. Seit 2011 feilen NetherRealm Studios an ihrer Engine und die Bewegungen der großen Figuren. Diese Texturen der Figuren sind nicht nur Charaktere ihrer Comic-Vorlagen, sie haben wirklich Charakter. Einige Figuren erfordern mehr Präzision, wie andere weniger. Für diese verschiedenen spielbaren Charakter gibt es unterschiedliche Moves (Tasten-Kombinationen) welches auf ein taktisches und tiefgreifendes System aus Kontern und Specials unterschiedlicher Grade besteht.

Die Kämpfer sind stark animiert, die interaktiven Arenen sehr detailliert, die Prügelleien schnell… Es sollte für Fans von DC und Fans von „Prügelspielen“ ein must-have sein… Die Kampagnen-Story bot uns ca. sechs-Stunden Solo-Spielspaß.

Dieses Turnier-Prügel-Spiel definiert alles was man sich als Spieler wünscht.

21. Mai 2017, von Markus 'Markus S.' Schaffarz

Injustice 2

Sony PlayStation®4 Spiel

PublisherWarner Bros. Interactive Entertainment
EntwicklerNetherRealm Studios
Websiteinjustice.com
Facebookfb/injusticegame
Release (D)18.05.2017
Twittertwitter/injusticegame

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