Review (PC): Virtual Rides 3 von 2tainment

Mit Virtual Rides 3 geht die erfolgreiche Fahrgeschäft-Simulation in die dritte Runde. Die Entwickler Zeichenkraftwerk und Publisher 2tainment bieten euch euren eigenen, virtuellen Kirmesplatz, der seit dem Vorgänger, welcher vor drei Jahren erschien, stark gewachsen ist. Konkret heißt das 120.000qm Kirmesplatz, 10 Fahrgeschäfte, 100 verschiedene Buden und einen VR-Modus.

Nach längeren Ladezeiten startet das Spiel und man landet als Besucher in der Egoperspektive auf dem virtuellen Kirmesplatz. So habt Ihr die Möglichkeit alle Buden und Fahrgeschäfte zu Fuß zu erkunden und euch die kleinen liebevollen Details anzuschauen.
Selbstverständlich liegt das Hauptaugenmerk des Spiels aber auf der Individualisierung und auf dem Betrieb der Fahrgeschäfte bzw. deren Simulation.

Wie auch in dem Vorgänger Virtual Rides 2 gibt es nichts an den Attraktionen was nicht modifiziert werden kann. Ob die Gondeln rot mit blauen Sicherheitsbügeln und weißen Maschinenarmen sein sollen oder andere Farben der breiten Farbpalette, ist ganz dem Spieler überlassen. Auch lassen sich Beleuchtung und Lichter ganz individuell einstellen, nicht nur die Farbe, sondern auch Blinkmuster und deren Geschwindigkeit lässt sich regeln. Hinzu der ohnehin vielen Optionen, gibt es noch die Möglichkeit weitere Effekt-Anbauteile, wie Nebelmaschinen und Laser-Effekte zu kaufen und anzubringen. Hierbei stellt die Zufriedenheit der Besucher die Währung dar, welche man durch glückliche Besucher verdient.

Nach dem Gestalten geht es auch schon in den Betrieb der Fahrgeschäfte. Die Maschinen lassen sich logisch und relativ einfach bedienen. Besucher einsteigen lassen, Bügel schließen, Bremsen lösen, Motoren starten, klassische Jingles einspielen und schon geht die Fahrt los! Ob schnell oder langsam, mit drehenden Sitzen oder ohne - wie auch bei allem anderen lässt sich hier viel einstellen, um die Besucher zu belustigen.

Habt ihr genug von der Vogelperspektive kann man sich auch ganz bequem in das Führerhaus setzten und von dort ganz klassisch mit Schalthebeln und Knöpfen die Fahrgeschäfte steuern. Alternativ gibt es auch noch die Option, als Besucher auf den Fahrgeschäften Platz zu nehmen, um eine Runde mitzufahren.

Grafik & Sound

Wer hier das Grafikniveau eines AAA-Titels erwartet, wird wohl bitter enttäuscht. Doch das Gesamtpaket von Virtual Rides 3 ist definitiv stimmig.
Besonders die vielen kleinen Details erzeugen eine wundervolle Atmosphäre. Alles blinkt, viele Lasereffekte, fließende Animationen der Fahrgeschäfte, gute Witterungs- und Lichteffekte sind die Steckenpferde des Spiels.
Einzig die Besuchertexturen sind nicht ganz so gut gelungen und wirken sehr kantig und verwaschen.
Ähnlich wie bei der Grafik hat Virtual Rides 3 auch viele Audiodetails zu bieteten. Die Jingles, Nebengeräusche und Fahrgeschäftsgeräusche sind gut getroffen und sehr passend. Besonders herausragend ist, dass man die Option hat per Mikro eigene Sprüche und Durchsagen zu machen, diese werden dann automatisch in den typischen Kirmessound gewandelt.
Leider ist das Spiel sehr Ressourcenhungrig und verlangt hohe Systemanforderungen, auch kleine Ruckler sind an der Tagesordnung.

Den VR-Modus konnte ich leider nicht testen, da ich keine entsprechende Brille zur Verfügung habe.

[Fazit]
Virtual Rides 3 ist liebevoll gestaltet und macht Liebhaber solcher Genres viel Spaß. Für Gerne-Fremde dürfte das Spiel doch sonderbar sein und schnell langweilig werden, weil es oft die gleichen Abläufe sind.
Wenn 2tainment die Performance noch ein wenig verbessert, dann wird das Spiel definitiv zu einem Geheimtipp unter den Simulationen.

30. März 2017, von Björn Ewald

Virtual Rides 3

PC Spiel

GenreSimulation
Publisher2tainment
EntwicklerZeichenkraftwerk
Websitevirtualrides.2tainment.com
Facebookfb/virtualrides
Release (D)15.03.2017

2tainment

Entwickler

Website2-tainment.com