Review (PC): SolSeraph

Eine Mischung aus einem Sidescroller, Tower-Defense und Ressourcen-Management klingt schon recht abenteuerlich. Kann das funktionieren? Sega hat dies mit SolSeraph versucht. Aber wie gut ist es ihnen gelungen?

Die Geschichte von SolSeraph ist schnell erklärt. Die alten Götter (Mutter Erde und Vater Himmel) haben die Erde erschaffen und den Mensch dort friedlich und frei leben lassen. Als sie sahen, dass alles gut verläuft, haben sie sich zurückgezogen und den Menschen machen lassen. Dies rief die jungen Götter auf den Plan, die Zwietracht säen und die Menschen auseinander bringen wollten. Nun liegt es an Euch, die Jungen Götter zu besiegen und wieder Frieden auf die Erde zu bringen. Dies schafft ihr in Form des Halbgottes Helios.

Um aber überhaupt erst einmal einem der jungen Götter entgegenzu treten, und den Menschen wieder Frieden zu bringen, dürft Ihr allerdings erst einmal in 2,5D-Manier ein Sidescroller-Level hinter Euch bringen, bei dem Ihr Euch der anstürmenden Feinde erwehren müsst. Dies könnt ihr einerseits mit eurem Schwert, aber auch mit Manapfeilen erledigen. Allerdings habt ihr bei den Manapfeilen nur einen begrenzten Manavorrat, der mit jedem Pfeil erschöpft wird. Ihr könnt ihn - genau wie eure Lebensenergie auch - im Level wieder auffüllen, indem ihr entsprechende Orbs findet.
Ihr seid aber gegen Angriffe auch nicht ganz wehrlos. Einerseits könnt ihr einen Dash nach hinten machen, andererseits kann man mit eurem Schild die Angriffe abblocken.

Habt Ihr dieses Level hinter euch gebracht, geht es schon mit dem Ressourcen-Management los. Ihr könnt Gebäude wie eine Farm, Häuser, ein Sägewerk und ähnliches bauen, um eure Stadt wachsen und gedeihen zu lassen. Als Halbgott habt Ihr auch die Möglichkeit das Wetter zu manipulieren. Ihr könnt Blitze herab schicken, es regnen lassen, die Zeit beschleunigen und einen Sonnenkrieger den Menschen zu Hilfe kommen lassen.
Diese Hilfe bleibt aber von den jungen Göttern nicht unbemerkt, die immer wieder Wellen von bösen Handlangern auf die Stadt losjagen. Und hier kommt die Tower-Defense-Mechanik ins Spiel. Entlang des Weges könnt ihr offensive Gebäude errichten. Das reicht von Kasernen, die Bodentruppen angreifen, über Türme die fliegende Feinde vom Himmel holen bis hin zur Schmiede, die die offensiven Gebäude in der Nähe verstärkt.
Ihr müsst hierbei aber auch immer eure Rohstoffe und die Bevölkerung im Auge behalten. Die offensiven Gebäude müssen auch mit Manneskraft besetzt werden, da sie sonst einfach nutzlos in der Gegend rumstehen.
Die Quelle, aus der die Gegner in Wellen auf die Stadt stürmen liegen in einem dichten Nebel. Dieser kann mit einem Tempel aber aufgelöst werden. Ihr müsst nur darauf achten, dass ihr eine Straße dorthin baut, um euer Gebiet zu vergrößern.
Ist die Quelle aufgedeckt, könnt ihr, wenn die Angriffswelle besiegt wurde, in das Loch hinabsteigen und wieder in Sidescroller-Manier anstürmende Gegner besiegen. Habt ihr das Level geschafft, kehrt ihr wieder an die Oberfläche zurück, und führt das Ressourcen-Management sowie das Tower-Defense weiter durch, bis ihr zu der nächsten Quelle vorgedrungen seid.

Die Steuerung des Spiels kann einerseits mit der Tastatur erfolgen, andererseits aber auch mit einem angeschlossenen Gamepad. Bei dieser Art des Spiels - vor allem bei den Sidescroller-Einlagen - ist aber das Gamepad definitiv zu bevorzugen. Die Steuerung selbst ist auch knackig und reagiert direkt. Wenn man eine Passage nicht schafft, liegt es nicht daran, dass die Steuerung vom Spiel nicht richtig angenommen wurde.
Grafisch ist das Spiel recht nett gestaltet. Es sind zwar keine fotorealistischen Grafiken, aber der Zeichenstil weiß zu gefallen. Auch die Sidescrolling-Passagen, welche in 2,5D gehalten sind, machen was her und die Musikuntermahlung passt dazu. Es wird nicht nervig oder aufdringlich. Es passt gut ins Gesamtkonzept und macht einfach Spaß. Am Anfang sind die Level auch recht leicht zu meistern. Frust kommt zumindest nicht auf. Die weiteren Level werden aber schnell herausfordernder, was einem als Spieler schon einiges abverlangt. Vor allem die Tower-Defense-Passagen.
Was leider etwas den Spielfluss stört, sind die immer wieder aufploppenden Story-Boxen. Was am Anfang noch recht gut dazu dient, in das Spiel reinzukommen, ist im späteren Spielverlauf recht nervig. Zumal nichts kommt, was der Story zuträglich wäre. Es reißt einen einfach aus dem Spielgeschehen heraus, und muss dann entsprechend weg geklickt werden.

Fazit

Alles in allem ist SolSeraph ein schöner Genre-Mix, der aus der Masse heraus sticht. Grafisch braucht sich SolSeraph auch nicht zu verstecken. Es ist ein schönes Gesamtkonzept, was zu gefallen weiß.
Es gibt allerdingd auch einige Punkte, die den Spielfluss stören. Da wären zum Einen die bereits erwähnten Story-Boxen, welche nach kurzer Zeit keine Story-Relevanten Inhalte mehr enthalten, und den Spielfluss unnötig unterbrechen. Zum Anderen hat man bei den Sidescrolling-Passagen immer mal wieder Abgründe, in die man hinunter springen muss, um voran zu kommen. Hier weiß man nicht, was einen unten Erwartet. Zumindest, wenn man ganz oben steht. Wenn man das Glück hat, Stück für Stück nach unten zu gelangen, und sich dort Fallen befinden, werden diese als rote Pfeile angezeigt. Befinden sich allerdings Feinde in dieser Schlucht - und häufig ist dies der Fall - ist es eigentlich unvermeidlich zumindest einen Lebenspunkt zu verlieren. Das sorgt teilweise für Frust, da man für diesen Lebensverlust nichts kann, es nicht möglich ist, diesen zu verhindern.

Lässt man diese Kritikpunkte aber beiseite, kann man mit diesem Spiel durchaus Spaß haben. Es ist abwechslungsreich durch den Genre-Mix. Wenn man Ressourcen-Management, Tower-Defense und Sidescrolling mag, oder zumindest einem der Genres nicht total abgeneigt ist, kann man mal einen Blick riskieren.

11. August 2019, von Andreas 'ResQ' Nix

SolSeraph

Sony PlayStation®4 Spiel

GenreAction
PublisherSega
EntwicklerAce Team

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PC Spiel

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PublisherSega
EntwicklerAce Team
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Microsoft Xbox One Spiel

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PublisherSega
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