Review (PC) : Slackline-Simulator 2017

Du wolltest schon immer mal ausprobieren, wie es sich auf einer Slackline läuft, hast bis jetzt aber noch nicht den Mut oder die Zeit dafür gefunden? Dem kann nun Abhilfe geschaffen werden. Ronkopublish hat eine einzigartige Erfahrung für die Occulus Rift herausgebracht: den Slackline-Simulator 2017. Wie sich dieser ungewöhnliche Simulator schlägt, erfahrt ihr hier.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass dieser Simulator etwas gewöhnungsbedürftig ist. In wunderschönen Landschaften balanciert man - am besten mit einem Gamepad bewaffnet - auf einer über eine auswählbare Strecke gespannte Slackline. Dies gestaltet sich leichter als gesagt, denn man hält nicht mit irgendwelchen Steuereingaben auf der Tastatur bzw. Gamepad die Balance, sondern mit dem in der Occulus verbauten Neigungssensor. Aus diesem Grund eignet sich ein Gamepad deutlich besser dafür, um das Spielgefühl realistischer darzustellen.

Das Eintauchen in die Spielwelt wird noch einmal dadurch erleichtert, dass die Umgebung, in der man sich bewegt, sehr realistisch aussieht. Lediglich der Duft der Natur, die abgebildet wird, fehlt, um die Illusion perfekt zu machen. Man kann in idyllischen Wäldern, auf saftigen Frühlingswiesen, verschneiten Feldern oder auch über tiefe Schluchten sein Können auf der Slackline unter Beweis stellen.
Wie schon geschrieben, sind die Umgebungen sehr realistisch und detailgetreu nachgebildet. Die Blätter der Bäume rascheln im Wind, und auch das Gras und die Blumen bewegen sich bei jedem Lufthauch. Es fehlt nur noch, dass man den Wind spürt und den Geruch der Umgebung in die Nase geweht bekommt. Andererseits gibt es auch Settings, wo man wirklich froh ist, dass die Technik noch nicht so weit ist. So kann man zum Beispiel über einer Müllverbrennung oder einen brodelnden Vulkan entlang balancieren.

Die Steuerung erfolgt am besten über ein Gamepad, wodurch das Gefühl noch einmal etwas intensiver wird. Die Steuerung ist hierbei recht intuitiv. Nach Vorne und Hinten bewegt man sich über das Steuerkreuz bzw. über den Analog-Stick. Das Gleichgewicht hält man selbst mit dem Körper. Dies klingt einfacher als es ist, da es im ersten Moment ungewohnt ist, eine Bewegung auszugleichen, die der Körper nicht selbst initiiert hat. Bei den ersten Versuchen wird man also wohl oder übel recht schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
Dieser Sturz ist bei den Leveln mit niedriger Slackline noch recht unspektakulär. Entweder man landet etwas unsanfter auf dem Boden, oder rutscht mit den Beinen jeweils links und rechts an der Slackline ab, und wird unsanft von der hochschnellenden Slackline aufgefangen. Bei Leveln, bei denen die Slackline deutlich höher gespannt ist, oder gar über dem Vulkan, ist der Sturz wesentlich spektakulärer, und nicht gerade für Zartbesaitete Gemüter geeignet. Glücklicherweise lässt sich aber hier die Sturzanimation in den Optionen abstellen.

Wem das einfache Balancieren noch nicht genug ist, kann auch einige Tricks vollführen. Von einfachem in die Hocke gehen, über Sprünge bis hin zu Überschlägen kann man sich ordentlich auf der Slackline austoben und Tricks kombinieren. Das Gleichgewicht halten nach bzw. während einem Trick, oder gar einer Trick-Kombination ist selbstverständlich nicht gerade einfach, und erfordert einiges an Geschick ab. Aber hier ist es wie mit allem: Übung macht den Meister.
Wo wir gerade bei den Tricks sind. Der Slackline-Simulator hat natürlich auch verschiedene Spielmodi, die keine Langeweile aufkommen lassen. Neben dem Freien Balancieren kann man auch auf Zeit laufen. Die Königsklasse stellt aber der Punkte-Modus dar. Hier muss man Tricks machen, um möglichst viele Punkte zu bekommen. Je schwieriger der Trick oder die Kombination ist, desto mehr Punkte erhält man. Muss man sich an der Slackline festhalten und wieder hochziehen, gibt es Punktabzug. Wenn das Ende der Slackline erreicht ist, werden die Gesamtpunkte errechnet, und in einem Highscore angezeigt. Um hier einen Ansporn zu liefern, kann man sein Ergebnis mit anderen Spielern über Facebook teilen, und so den besten Slackliner zu ermitteln.

Fazit

Wir hatten sehr viel Spaß beim Test. Es sah schon interessant aus, wenn der Läufer versucht hat, das Gleichgewicht zu halten. Vor allem wenn man eien Sturz vermeiden will, kann sich der menschliche Körper schon lustige Körperhaltungen einnehmen. Insgesamt hatten wir beim Test sehr viel Spaß, und mussten ordentlich lachen. Es ist also nicht nur ein Spaß für den aktuellen Läufer, sondern für die gesamte Gruppe, wenn denn in der Gruppe gespielt wird.
Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt allerdings. Leider kann man nicht zeitgleich nebeneinander laufen, sondern immer nur nacheinander. So ein Multiplayer würde dem Spiel noch den Funke Spielspaß geben, der dem Spiel zur perfekten Note noch fehlt. Aber auch ohne diesen Multiplayer-Modus macht der Slackline-Simulator 2017 schon ordentlich Spaß. Und wer weiß, vielleicht wird ja von Ronkobublish noch ein Mehrspielermodus nachgereicht.

Der Slackline-Simulator 2017 ist absofort im gut sortierten Fachandel für 19,99€ erhältlich

1. April 2017, von Andreas 'ResQ' Nix

Ronkopublish

Publisher

Slackline-Simulator

PC Spiel

GenreSimulation
PublisherRonkopublish
Release (D)01.04.2017