Review (Kino): Riddick

Von seinen eigenen Leuten verraten und zum Sterben zurückgelassen, findet sich Riddick auf einem von der Sonne verbrannten Planeten wieder, auf dem jegliches Leben erloschen zu sein scheint. Doch schon bald muss er sich gegen aggressive Aliens zur Wehr setzen, die ihn unerbittlich attackieren. Um der aussichtslosen Lage zu entkommen, sendet Riddick ein Notsignal - mit gemischtem Erfolg: Zwei Schiffe landen auf dem Planeten und eröffnen die Jagd auf ihn. Das eine transportiert eine Truppe brutaler Kopfgeldjäger. Das andere wird von einem Mann angeführt, dessen Motivation, Riddick zu fassen, eine sehr persönliche ist. Doch Riddick, der stärker und gefährlicher geworden ist, als er jemals war, hat seine Feinde genau da, wo er sie sich wünscht. Und wird vom Gejagten zum gnadenlosen Jäger ...

9 Jahre nach dem Vin Diesel in The Chronicles of Riddick, als der titelgebende Antiheld über die Leinwände geflimmert ist, erlebt dieser nun sein Comeback auf der großen Leinwand. Dabei war Riddick zwar nie wirklich weg, da er in dieser Zeit durch einen Zeichentrickfilm und zwei Computer/Konsolenspiele erfolgreich weiter lebte. Trotzdem sei dem Kinobesucher angeraten sich vor dem Kinobesuch noch mal Pitch Black und The Chronicles of Riddick anzusehen, ansonsten steht man bezüglich der Person Riddick auf verlorenen Posten.
Vin Diesel begibt sich in Riddick zurück zu den Wurzeln. Die Necromonger, die in Chronicles of Riddick noch tragender Teil der Handlung waren, sorgen hier nur noch dafür, dass die Handlung in Gang kommt, sind sie es doch die, die Riddick auf dem Planeten zurück lassen und dann von der Bildfläche verschwinden. Wer sich also auf ein Wiedersehen mit Karl Urban als Vaako gefreut hat, wird enttäuscht sein. Dieser ist, wenn es hochkommt, überhaupt nur für ein paar Minuten zu sehen.

Stattdessen treten nun die Kopfgeldjäger auf den Plan und ab diesem Moment an hätte man den Film auch getrost Pitch Black 2 nennen können. Alles kommt einem irgendwie vertraut vor. Einsamer verlassener Planet, Menschen die nicht wissen auf was sie sich eingelassen haben, nur das dieses Mal nicht die Dunkelheit die größte Gefahr darstellt, sondern der Regen. Leider ist das aber auch die große Schwäche des Filmes. Er fühlt sich zu sehr nach Pitch Black an und bleibt dabei hinter der eigenen Vorlage zurück. Zwar ist Riddicks trockene Art und seine Sprüche unterhaltsam, aber die restlichen Charaktere bleiben erschreckend schwach und auf einem Level, der nicht an das Original heranreicht. Besonders zu beobachten ist das bei dem einzigen weiblichen Charakter des Filmes. Dahl, gespielt von der aus Battlestar Galactica bekannten Katee Sackhoff, soll ein tougher Charakter sein, jemand der sich in der Kopfgeldjägerwelt behauptet. Leider wird dieser Charakter aber das Opfer von ein paar schlechten Scherzen und dummen Sprüchen und man bekommt das Gefühl, das die Rolle und die Schauspielerin mehr hergeben könnten, aber wie die anderen Charaktere auch, nie wirklich die Chance dazubekommen.

Fazit

Auch wenn der Film im Großen und Ganzen unterhält, für eine Fortsetzung, auf die man so viele Jahre gewartet hat, ist das alles am Ende doch irgendwie zu wenig, um vollends zu überzeugen.

30. September 2013, von Annette 'cellardoor' Freund

RIDDICK

Kino

Release (D)19.09.2013
GenreAction
DistributorUniversum Film
DarstellerVin Diesel Karl Urban Katee Sackhoff Dave Bautista Antoinette Kalaj
RegieDavid Twohy