Review (DVD): Die Stunde des Verbrechens
Die alleinstehende Sonia (iKsenia Rappoport) arbeitet in einem Hotel als Zimmermädchen. Bei einem Speed-Dating lernt sie den ehemaligen Polizisten Guido (iFilippo Timi) kennen, der oft Speed-Datings besucht, aber bis jetzt keine Frau fand, mit der er eine Beziehung eingehen wollte. Sonia und Guido sind sich jedoch sofort sympathisch und beschließen, sich öfter zu treffen.
Sonia erzählt ihm aus ihrer Kindheit, dass sie es liebte, stundenlang im Wald spazieren zu gehen. Guido arbeitet als Wachmann in einer Villa, in der sich viele teure Kunstschätze befinden. Eines Tages lädt er Sonia in diese Villa ein, die umgeben ist von einem schönen Wald, den er ihr zeigen will. Er schaltet die Alarmanlage aus, um sich mit Sonia auf dem Anwesen frei bewegen zu können. Als sie im Wald spazieren gehen, werden sie von maskierten Männern überfallen. Man bringt die beiden zurück in die Villa, fesselt sie und die Diebe räumen das Haus leer. Als der Anführer der Maskierten sich an Sonia ranmacht, will Guido ihr helfen und stürzt sich auf ihn. Ein Schuss löst sich -
Sonia ist von Guidos Tod schwer erschüttert, sie besucht sein Grab auf dem Friedhof, hört ständig ein Lied von der Gruppe The Cure, dass sie bei ihm im Autoradio gehört hat und auch hört Guidos Stimme. Sie glaubt sogar, ihn eines Tages auf der Überwachungskamera des Hotels, in dem sie arbeitet, gesehen zu haben. Sonia macht sich wirklich Gedanken um ihre Gesundheit, denn sie glaubt Halluzinationen zu bekommen und den Verstand zu verlieren. Dann muss Sonia mit der Tatsache fertig werden, dass alles anders ist als sie glaubte, denn sie erwacht aus dem Koma - getroffen von einer Kugel, die durch Guidos Körper hindurchging und in ihrem Kopf landete. Und das ist nicht die einzige Überraschung in diesem Film.
Fazit
Die Stunde des Verbrechens ist die Vernetzung einer Liebesgeschichte, eines mystischen Thrillers und eines psychologischen Dramas. Jedoch in keinem Ansatz wirklich überzeugend. Meiner Meinung nach fehlt die Tiefe, die einen Film im Gedächtnis hält, bzw. die berührt. Alles erscheint oberflächlich, die ganze Umsetzung fand ich ein wenig enttäuschend. Schade - denn die Idee der Geschichte ist wirklich interessant. Teilweise ist die Handlung vorhersehbar, doch gibt es auch mittendrin Entwicklungen, die man so nicht erwartet hätte. Ein interessanter Ablauf, jedoch nicht überzeugend rübergebracht.
Im deutschen Kino lief der Film unter dem Titel "Die doppelte Stunde". Ksenia Rappoport bekam bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig eine Auszeichnung für die beste Darstellerin.
Specials: Trailer, Backstage (italienisch), 3 entfallene Szenen (italienisch)