Preview (PC): Warhammer 40.000 Inquisitor - Martyr

Ein weiterer Spieleableger im Universum des erfolgreichen Tabletop-Meisterwerks Warhammer 40.000 - diesmal nicht mit schachähnlichen, rundebasierten Kämpfen oder als Echzteit-Strategie, sondern als Hack & Slay à la Diablo - Endlich!

Bitte beachten: das Spiel befindet sich noch in der Entwicklung, bei der getesteten Version handelt es sich um eine frühe Alpha (Stand: Mitte Februar 2017). Das wirkliche Spielerlebnis kann und wird vermutlich stark von der getesteten Version abweichen.

Die meisten Warhammer 40.000-Spiele werden mit dem Satz „In the 41st millenium, there is only war“ (Im 41. Jahrtausend gibt es nur Krieg) eingeleitet - nur zu passend.
Wir schreiben das 41. Jahrtausend. Angeleitet vom unsterblichen Gottimperator hat sich das durch ihn entstandene Imperium der Menschheit über die Galaxien ausgebreitet und befindet sich mit so ziemlich allen anderen (raumfahrenden) Rassen in einem mehr oder weniger dauerhaften Krieg.
De Hintergrundgeschichte des Warhammer 40.000-Universums zusammenzufassen, würde viel zu viel Zeit und Platz einnehmen - deswegen eine kurze (und ungenaue) Erklärung:

Der unsterbliche Gottimperator hat vor vielen Jahrtausenden mit seinen Legionen von genetisch modifizierten, mittlerweile als Space Marines bekannten Supersoldaten und den „normalen“ menschlichen Streitkräften unzählige Systeme erobert und kolonisiert.
Durch Verrat in den eigenen Reihen, Einfluss durch die 4 Chaosgötter (später mehr dazu), den dauerhaften Krieg mit anderen Rassen und Raumfahrt-verhindernde Warpstürme wurde der Zusammenhalt der Welten bzw. des Imperiums massiv gestört. Für den Rest-Zusammenhalt der Welten bzw. das Überleben der Menschheit sorgen hauptsächlich die Space Marines, die imperialen Legionen und - die Inquisitoren.
Inquisitoren sind speziell ausgebildete, meistens psionisch begabte und oft genetisch modifizierte Menschen, die mit ultimativer Autorität den Willen des Imperators durchsetzen, indem sie Ketzer, Häretiker, Dämonen, außerirdische Rassen (Xenos) und Verräter jagen und auslöschen.

Wie der Name des Spiels schon vermuten lässt, übernehmen wir die Rolle eine der bisher 3 geplanten Inquisitoren(-Klassen).

Derzeit steht (nur) der Crusader zur Auswahl, der als Nahkämpfer mit 2-Handhammer oder Schwert & Schild sowie Sprungpack oder als Fernkämpfer mit Autogun (Schweres Assaultrifle) und Plasmagewehr das Spiel beginnt.

In den ersten Missionen des Spiels treffen wir zuerst auf Anhänger des Chaosgottes Nurgle - zum Chaos verführte Menschen - und Chaos Space-Marines (die oben kurz angesprochenen Verräter aus den eigenen Reihen).

Nochmal ein kurzer Exkurs zu den 4 Chaosgöttern - es gibt:
Khorne, der Blutgott, Gott des Gemetzels, dessen Anhänger im Kampf am Liebsten mittendrin statt nur dabei sind - meistens mit allen möglichen und unmöglichen Klingenwaffen und über und über mit Blut bespritzt sind.
Slaanesh, Chaosgott der Veränderung, der Ausschweifung und des Verlangens, dessen Anhänger sich subtiler als die von Khorne verhalten aber nicht weniger tödlich sind.
Tzeentch, Chaosgott des Warps / der Psionik, dessen Anhänger mit dämonischem Warpfeuer und psionischen Kräften aufwarten und Nurgle, dem Chaosgott der Pestilenz und des Verfalls, dessen Anhänger Krankheiten und Pestilenz verbreiten und oft grotesk entstellt sind.

Der Einfluss Nurgles lässt sich in den ersten beiden gespielten Missionen nur am Aussehen der Gegner erkennen - in der 3. Mission aber ist ein dauerhafter Gift / Krankheitsnebel vorhanden, der an der Lebensenergie des Inquisitors zehrt.

Der vom Spieler gesteuerte Inquisitor wird beim Ausüben seiner heiligen Pflicht aus der Iso-Perspektive betrachtet, wo er durch Mausklicks gesteuert wird - ähnlich wie bei Genre-Meister Diablo. Warhammer Inquisitor Martyr ist nämlich am ehesten als "Hack & Slay" oder "Hack & Slash" zu verstehen.
Ein Linksklick bewegt die Spielfigur an die gewünschte Position oder greift den angeklickten Gegner mit dem Standardangriff an, ein Rechtsklick führt einen Sekundärangriff aus.

Dazu kommen noch die waffenabhängigen Fähigkeiten auf den Tasten 1 & 2, die Granaten auf der Taste 3, die Klassenfähigkeit auf der 4 sowie das Aktivieren des Heilungsitems auf Q.

Der Schwierigkeitsgrad der Missionen wirkt am Anfang eher gering - wenn aber der erste Chaos-Cybot, (eine Art Kampfroboter, wobei das eine ungenaue Beschreibung ist) Chaos Space Marines oder ein kleiner Titan auftauchen, ist Taktik und Vorsicht gefragt. Während die „normalen Soldaten“ sich mit ein paar Schlägen in Einzelteile verwandeln und im Raum verteilen lassen und deren Beschuss von der Rüstung in kleine Stupser verwandelt wird, sind die Autokanonen, Plasmawaffen und Nahkampfattacken der besonderen Gegner ein ganz anderes Kaliber.

Hier sollte ein weiteres Feature genutzt werden, was bei Warhammer 40.000 Spielen nicht fehlen darf: in Deckung gehen.

Neben verringertem Schaden bietet Deckung einen weiteren Vorteil: Die „Supression“-Leiste nimmt weniger schnell ab bzw. regeneriert schneller.
In Inquisitor Martyr gibt es neben den Lebenspunkten auch noch die Unterdrückungs-Resistenz-Leiste, die bei Beschuss stetig abnimmt. Je geringer die Restpunkte in dieser Anzeige, desto langsamer und verwundbarer ist die Spielfigur. Ist die Leiste komplett geleert, werden sogar die eigenen Angriffe verhindert und ihre Frequenz stark verringert.

Wer in den zuletzt beschriebenen Status gelangt, wenn gerade ein stärkerer Gegner angreift, wird vermutlich sehr schnell eines seiner 3 Leben bzw. Versuche, di man pro Mission hat, verbrauchen.

Besiegte Gegner lassen neben Erfahrungspunkten auch den Motivationsbringer schlechthin in dieser Art Spiele fallen: neue Ausrüstung.
Neben der Rüstung kann der Inquisitor auch neurale Implantate und sonstige Upgrades im Inventar ausrüsten - mit den Waffenmodifikatoren für die Primär- und Sekundärwafffe wird hier einiges an Item-Sammelwut und Vergleichwahn geboten.

Zu den oben genannten Waffen kommen noch Laserpistolen, Autopistolen, Melterpistolen, Boltergewehre, Plasmakanonen, Schrotflinten, Energieäxte und viel mehr dazu - und jede Waffe bietet natürlich verschiedene Schadenswerte oder ist gegen eine andere Art Gegner besonders effektiv bzw. bietet auch andere Waffenfähigkeiten an. Der Wert bzw. die Seltenheit der Gegenstände ist über ein Farbsystem geregelt.

Die Grafik des Spiels ist weder schlecht noch bahnbrechend - es sieht gut aus, sollte aber auch auf schwächeren PCs gut laufen. Der Sound ist sehr gut - gerade das Abfeuern eines Bolters oder das Auftreffen des Energiehammers auf gepanzerte Gegner macht Lust auf mehr.

Zum Testzeitpunkt wurde der Spielfortschritt leider nicht immer richtig gespeichert. Die erspielten Fähigkeitenpunkte waren nicht mehr da, Ausrüstung ist verschwunden. Dazu kommen noch häufige Abstürze - aber hey, es ist immer noch eine frühe Alpha, und dafür spielt sich Inquisitor Marty schon echt gut.

Die Entwickler versprechen dauerhafte Patches und immer neuen Content - sowohl in der Alphaphase als auch dann im fertigen Spiel und hoffen, die Spieler für viele Stunden (wenn nicht sogar Jahre) zu motivieren.

Fazit

Das Spiel hat eindeutig Potenzial - und als Fan des Warhammer-Universums und Spielen dieser Art stellt sich die Frage "sollte ich das Spiel spielen?" gar nicht erst.

(Nochmal) Bitte beachten: das Spiel befindet sich noch in der Entwicklung, bei der getesteten Version handelt es sich um eine frühe Alpha (Stand: Mitte Februar 2017). Das wirkliche Spielerlebnis kann und wird vermutlich stark von der getesteten Version abweichen.

4. April 2017, von Daniel 'Zomfgololtroll' Reichhold

Warhammer 40.000: Inquisitor - Martyr

PC Spiel

GenreAction-RPG
PublisherNeocoreGames
EntwicklerNeocoreGames
DistributorBigben Interactive

NeocoreGames

Entwickler

Websiteneocoregames.com
YouTubeyoutube/NeocoreGames/videos

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