Französischer Teenie-Kult goes Hollywood (LOL - Kinostart 31. Mai 2012)

Was ist nur los mit diesen Teenagern? Und weshalb sind Erwachsene eigentlich immer so unglaublich anstrengend? Diese Fragen hat sich wohl jeder schon gestellt. Dabei ist die Lösung ebenso einfach, wie generationsübergreifend: Die Hormone sind schuld. Die führen nämlich nicht nur bei Teenies zu fragwürdigen Taten, sondern veranlassen auch Menschen jenseits der Pubertät bisweilen zu Übersprungshandlungen. Natürlich stets im Namen der Liebe.

So auch in der spritzigen Komödie LOL, die ab dem 31. Mai 2012 die Herzen in Wallung und das turbulente Treiben der Liebe auf der Leinwand ins Rollen bringt – und damit berühmten Kultfilmen alle Ehre macht:

Teenie-Komödie aus Frankreich

1980 fing ein französischer Film das Gefühl einer ganzen Generation ein: La Boum – Die Fete. Die Komödie wurde Kult, der zwei Jahre später mit La Boum 2 – Die Fete geht weiter eine würdige Fortsetzung fand, und die erst 13jährige Sophie Marceau über Nacht zum Star werden ließ. Sie entzückte in der Hauptrolle der ebenfalls 13jährigen Vic Breton, die nur zwei Dinge im Kopf hat: ihre Geburtstagsparty und den Mädchenschwarm Mathieu. Keine Zeit also, sich auch noch die Moralpredigten ihrer Eltern anzuhören. Zumal diese eigentlich gut daran täten, ihr eigenes Liebesleben vor dem absoluten Chaos zu retten.

Auch Lisa Azuelos fieberte damals mit, als Sophie Marceau eng an Filmpartner Alexandre Sterling geschmiegt den Klängen von Richard Sandersons „Reality“ aus ihrem Walkman lauschte. 30 Jahre später, und inzwischen selbst Mutter, war es der Regisseurin ein Bedürfnis, einen Film für die Generation ihrer Tochter zu machen. Und so drehte sie kurzerhand LOL – Laughing Out Loud, eine Mutter-Tochter-Komödie, die auf ihren persönlichen Erfahrungen basiert und die genau deshalb hinreißend authentisch ist.

Die Fete 2.0

Für die Hauptfiguren Lola und Anne – benannt nach dem Zweitnamen ihrer Tochter und ihrem eigenen Zweitnamen – konnte Azuelos in Frankreich die Schauspielerinnen Christa Theret und Sophie Marceau gewinnen, die diesmal selbst in die Mutterrolle schlüpfte. Als solche muss sie erkennen, dass ihre Teenie-Tochter, die gerade mit den Nebenwirkungen der Pubertät zu kämpfen hat, allmählich erwachsen wird. Und während sich die 16jährige Lola – Spitzname „ Lol“, was in SMS-Sprache „Laughing out loud“ bedeutet – zum ersten Mal im Leben verliebt, geht es auch in Annes Liebesleben drunter und drüber. 30 Jahre nach La Boum – Die Fete bleiben die Generationskonflikte eben letztlich dieselben. Dem technischen Wandel zum Trotz. Denn während 1980 noch das ständig besetzte Telefon Dauerstreitpunkt zwischen Teenies und Eltern war, sorgen inzwischen Email, Social Networks und Co. für Ärger und Missverständnisse.

[l LOL] in Chicago

Der erfolgreiche Kinostart in Frankreich blieb auch in den USA nicht unbemerkt. Dort wollten die Produzenten Michael Shamberg und Stacey Sher auf der Stelle ein großes Hollywood-Remake produzieren. Und sie engagierten Lisa Azuelos für diese Aufgabe.

Die Regisseurin selbst zögerte nicht lange: „Ich habe das französische Original geliebt, aber jetzt hatte ich die Gelegenheit, den Film noch einmal zu drehen. Sogar besser.“ Während die französische Version weitgehend in Paris spielt, versetzt die US-Variante die gesamte Story nach Chicago, eine typisch amerikanische Stadt mit typisch amerikanischen Kids. Doch die Probleme der 16jährigen Lola und ihrer alleinerziehenden Mutter Anne kennt man auch jenseits des Ozeans. Deren amerikanische Alter-Egos werden von Demi Moore, die auch im echten Leben alleinerziehende Super-Mama ist, und Hannah Montana-Star Miley Cyrus verkörpert. Eine Wahl, die Lisa Azuelos keinen Moment lang bereut hat: „Die Chemie zwischen Miley Cyrus und Demi Moore ist mir auf angenehme Weise außer Kontrolle geraten. Ich habe nichts künstlich erzeugen müssen“, schwärmt sie.

Und von diesem Power-Frauen-Duo können sich Kinofans schon bald selbst überzeugen. Am 31. Mai 2012 nämlich zeigt die hinreißende Kinokomödie [l LOL – LAUGHING OUT LOUD], dass sie mit ihrer französischen Vorlage locker Schritt halten kann. Und dass amerikanische und französische Teenies gar nicht so verschieden sind, wie man vielleicht denken mag.

22. Mai 2012, von Birgit 'Gewinnspielfee' Bruckner

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